Rückblick: Fünftes Panorthodoxes Jugendtreffen in Wien

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FÜNFTES PANORTHODOXES JUGENDTREFFEN IN WIEN

Am Samstag, 1. Oktober, fand in Wien bereits zum fünften Mal das Panorthodoxe Jugendtreffen statt. Entsprechend dem diesjährigen Thema „Die Gottesgebärerin – In der Bibel und in unserem Leben“ wurde ausführlich über die Muttergottes gesprochen, und es wurden zahlreiche Aspekte ihres segensreichen Lebens, wie zum Beispiel Marienfeste, Mariengesänge, biblische Stellen über Maria, und vieles andere in Workshops behandelt. Auch das fröhliche Beisammensein, gegenseitiges Kennenlernen und gemeinsames Feiern, Singen und Tanzen nahm wieder großen Platz ein.

Wie in den vergangenen Jahren begann das Panorthodoxe Jugendtreffen mit der gemeinsamen Feier der Göttlichen Liturgie in der Kirche des Bildungszentrums Mater Salvatoris in der Kenyongasse (1070 Wien). Metropolit Arsenios von Austria stand der Liturgie in der von vielen orthodoxen Schülerinnen und Schülern gefüllten Kirche vor. Es konzelebrierten neun Priester und drei Diakone aller in Österreich vertretenen orthodoxen Jurisdiktionen. Bei der Liturgie sang der Chor der serbischen orthodoxen Kirche unter der Leitung von Frau Biserka Vasić.

In seiner Predigt erläuterte Metropolit Arsenios die Rolle der Gottesgebärerin als Vorbild für uns Menschen, im Besonderen als Helferin in unserem Alltag und als Fürsprecherin bei ihrem Sohn Jesus Christus. Der Metropolit führte aus, dass es heutzutage in der Gesellschaft oft nicht mehr modern bzw.„in“ sei, Christ zu sein und dem Evangelium zu folgen. Das führe besonders für junge Menschen immer wieder zu Problemen und Herausforderungen, wie sie ihren Glauben unter diesen Umständen im Alltag leben könnten. „Demgegenüber erleben wir Christen eine innere Freude und Ruhe, wenn wir Christus folgen und dem Vorbild seiner Mutter nacheifern. Wenn wir uns bemühen, das zu tun, dann werden wir eine tiefe innere Zufriedenheit erlangen, die nicht vergeht, sondern in Ewigkeit anhält“, so der Metropolit wörtlich und weiter: „Christus erwartet uns stets mit offenen Armen. Er ist mit uns und unter uns Menschen und freut sich über jeden, der sich im Wege seiner Mutter an ihn wendet.“

Metropolit Arsenios dankte im Besonderen den Ordensschwestern der römisch-katholischen Schwesterkirche, die dem Panorthodoxen Jugendtreffen stets eine so offenherzige Gastfreundschaft entgegen bringen.

Nach der Liturgie und dem gemeinsamen Mittagessen wurden die anwesenden Kinder und Jugendlichen im Festsaal des Schulzentrums versammelt. Im Vorfeld des Jugendtreffens war ein Wettbewerb für Essays, Gedichte und Ikonen über die Gottesmutter ausgeschrieben worden. Alle eingereichten Arbeiten zeigten den gelebten Glauben unserer orthodoxen Jugend. Die besten Arbeiten wurden von Metropolit Arsenios ausgezeichnet, wobei die Auswahl schwer war, weil alle einen Preis verdient hätten. Danach wurden die Kinder und Jugendlichen in Gruppen eingeteilt und sie konnten aus zehn Workshops wählen, in denen ihnen auf unterschiedlichste Weise verschiedene Teilaspekte des Themas „Die Gottesgebärerin – In der Bibel und in unserem Leben“ nahe gebracht wurden. Anwesend waren dabei auch interessierte Vertreterinnen der katholischen Jugendseelsorge.

Zum Abschluss des Jugendtreffens, das großen Anklang fand und auf ehrliche Begeisterung stieß, kamen alle Anwesenden im Hof des Schulzentrums zusammen, um dort gemeinsam zu feiern, sich über die Grenzen ihrer jeweiligen Gemeinden hinaus näher kennen zu lernen, zu essen und zu trinken, zu singen und den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.

Fotos: George Banac/Studiobanac